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buch und film infotainment mit shogun

zweiteiliges infotainment

vom lesen und interpretieren, und vom sehen und vergleichen, BlugUnkels Infotainment mit sparte buch und film

japan an der kehrtwende  blogunkels natursurf  shogun bild`n`bewegung

die eindrücklichste Szene respektive buchseite nun

zum Buch oder zum Film

Das Buch wird zurecht das Buch oder der Roman Japans genannt. Vielleicht sollte man es aber auch den Roman der gierigen Denkweise des imperialistischen Abendlandes nennen. Und hier im speziellen die Denkweise der portugiesischen Seefahrer, die mit von Kirche geweihten Füssen in ein Land stolpern, wie ein Troll in ein Kinderzimmer. In Schutz jedoch nimmt Blogunkel hier in diesem Fall die Seeleute der Erasmus. Auch sie haben einen Kaperbrief, stossen in der neuen Welt jedoch auf einen alten Feind, die Katholiken. Ob nun aber Katholik oder Protestant, für einen Ureinwohner des alten Japans gehören beide einer stinkenden Barbarenwelt an. Denn obwohl das Gesetz nur eine Strafe kennt, den Tod, so üben sich die Söhne der singenden Schwerter und fliegenden Kämpfer in Reinlichkeit. Es ist im weiteren Sinn eine Perle des Buches, ( die Ausführungen Clavells sind mehr als tausend Seiten lang) die japanische Denkweise in den Beziehungen zwischen den Herrschern und in den Beziehungen der Herrscher zu den Lehnsleuten zu betrachten. Es ist ein äusserst zerbrechliches Gefüge, das vor allem durch einen Aspekt immer wieder zu zerbrechen droht, die Ehre. Die Konsequenz einer zu Ende geführten japanischen Denkweise ist bei einem Bruch immer der Tod. Der Samurei stirbt lieber, als in Unehre zu leben. Dies ist  auch mit einer spätmittelalterlichen europäischen Einstellung überhaupt nicht kompatibel. So muss Blackthorne erstmal die Härte des japanischen Rechts verdauen, als ein Bauer stirbt weil er den Herrn nicht gegrüsst hatte. Um jedoch im Reich der Reinlichkeit zu bestehen muss Blackthorne nicht erst zu ebenso brutalen Mitteln greifen. Der Schlüssel zu den Herzen liegt in seiner Entscheidung, Japan nicht nur zur eigenen Bereicherung betreten zu haben. Der stinkende Barbar gewinnt Freunde, halt eben Freunde die der japanischen Weise immer noch verpflichtet sind. Das Buch Shogun präsentiert auf seine vielen hundert Seiten ein Fenster. Ein Fenster in die japanische Seele. Geschrieben von einem Journalisten, der seine Kenntnisse fachgerecht in den Seiten, die für einen Bücherfreund die Welt bedeuten, verewigt hat.

Der Film Shogun hat mich vor allem mit der Darstellung Blackthornes, des Navigators der Erasmus beeindruckt. Gleich nach der unfreiwilligen Landung an Japans Küste wird er mit der Härte des japanischen Rechts konfrontiert. Blackthorne ist aber ein Mann, der sich nicht nur wie die Jesuiten von erhofftem Reichtum locken lässt. Er ist ein Mann mit barbarischer Überzeugung. Dies vermittelt jene Szene am besten, als es darum geht die Sprache zu lernen. Blackthorne ist auf dem Weg ein geüubter Samurei zu werden, hat die Auflage innert kurzer Frist japanisch zu lernen. Das Dorf in dem er als Gast haust soll die Verantwortung übernehmen. Versagt Blackthorne wartet der Tod auf die Bewohner. Blackthorne jedoch bittet für die Einheimischen. Er greift zum letzten Mittel. Er bittet darum Selbstmord begehen zu dürfen. Gespannt warten die anwesenden Samurei ob der stinkende Ausländer die Kraft dazu aufbringt. Schlussendlich müssen sie jedoch eingreifen, die Schwertspitze vom Körper ablenken. Im weiteren Verlauf der gedrehten Geschichte, gewinnt Blackthorne immer mehr an Ansehen unter den edlen Samurei. Der in einer fremden Welt gestrandete hat definitiv etwas richtig gemacht.- Der Film besteht ausserdem aktuelle Anforderungen, ist auch heute noch absolut sehenswert. Blogunkel würde sagen, es ist der Film Japans.

joho

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