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Archiv der Kategorie 'homerismen'

Bier

am 08. Oktober 2009 unter homerismen abgelegt

Das Bier, das rat ich dir.

Kaum jemand kennt diese gelbsprudelnde Flüssigkeit nicht. Generationen hat es in seinen Bann gezogen.
Soziale Grenzen missachtend, hat das Bier Liebhaber in allen Schichten.

Das Menschheitsgedächtnis kennt ausserdem den dickbäuchigen, fettgesichtigen und dem Bier verfallenen Mönch. Es ist erwiesen, dass Bier für den Körper bekömmlicher ist, als zum Beispiel Coca Cola. Bei genügender Konsumation stillt es sogar den Hunger.

Es lohnt sich also allemal einen fetten Bierflyer zu verbreiten. Gross wird seine Beachtung sein und seine Wirkung nicht zu unterschätzen.

Bier durchdringt den Körper nicht nur mit Flüssigkeit, nein, der Geist der Flasche nimmt seinen Platz ein. Der Biergeist schlägt auf den Menschengeist. Kein Mensch verzichtet auf dessen Wirkung.

Genauso sollte der Mensch von der guten Wahrheit durchflossen sein. Das Wort Gottes sätigt den Körper, sein Geist stärkt unser Inneres. Wie gutes Bier eine befreiende Wirkung hat, ist es die Aufgabe der geschriebenen Wahrheit den Menschen zu erfrischen.

Jedoch im Gegensatz zum Bier, das bei zu krasser Konsumation zu unflätigem Wandel führt, zeigt der Zeiger der guten Eigenschaften bald Höchsttempo, wenn das reine Gotteswort absorbiert ist. Dazu ist die Bibel geschrieben, den Menschen in geistlicher Hinsicht zu helfen und den unglückseligen Sünder aus seinem tristen Dasein zu retten. Das Biersäuferleben endet im Chaos, wohingegen der geisterfüllte Christ an immer neue Gestade segelt, mit immer schöneren Aussichten.

Glaube und Vertrauen in die Sache die wir konsummieren, ist die Voraussetzung.
Hat der Mensch aber den wahren Geist gefunden, so wird er schwer wieder loszubringen sein.

Terrassenbäuche

am 01. September 2009 unter homerismen abgelegt

Über Terassen, dicke Bäuche und die Interaktion zwischen Körper und Geist

Nach der langen Phase schlechten Wetters, drängte sich nicht nur meine Leiblichkeit ins Freie. Auf der Fahrt in die Stadt gehen auch die Gedanken auf Tour. Da habe ich nun einen ins Auge stechenden Gegensatz festgestellt.
Es gibt Menschen, die gehen nach draussen um zu sitzen, und Menschen die nach draussen gehen um aktiv zu sein. Beide sind gestartet, um nach der Regenzeit die Plätze an der Sonne einzunehmen. Indem der Arbeiter durch sein Tun nicht nur Sinn findet, wenn er seinen Buckel tüchtig der Sonne entgegenhält, ist der Terassenmensch mit einem Platz an der Sonne augenscheinlich zufrieden. Sein eigentliches Ziel ist es einfacherweise, dort sitzen und ausruhen. Er muss aber bemerken, dass sein ursprünglicher Gedanke, nämlich ausruhen und geniessen, bald in Brüche geht. Mehrere Wünsche und Gedanken lassen seine Behaglichkeit in Brüche gehen. Wollte er eigentlich nur entspannen, sieht er sich nun im Strudel von attackierenden Begehren. Bauch und Geist lassen ihn nicht in Ruhe. Hat er die Erstkonsumation bereits hinter sich, dreht sich sein Kopf nun fremdgesteuert. Er dreht sich, wenn ein interessanter Mensch seinen Gesichtskreis passiert. Er dreht sich wenn das Servierpersonal auftaucht. Eine zurückgestellte Arbeit lässt ihn bald wieder still vor sich hin blicken. Herumstehendes Personal zieht seinen nun verunsicherten Blick erneut an. Infolge muss er sich fühlen wie ein nach links und rechts gedrehtes Spielzeug in den Händen eines Gedankenverlorenen. Er kommt schliesslich zum Schluss, dass er den Sinn seines Seins unter der Sonne füllen muss. Auf die einfachste Art wird er seine Verwirrtheit lindern und an seinen Bauch denken. Still murmelnd wird er seinem treuen Freund nun noch was gutes Tun und ein Bier bestellen. Dem Bauch ist das gerade recht, denn er weiss schon längst, würde sein Chef nur an ihn denken, hätte er keine andern Probleme. Würde er einsehen, dass die Füllung des Bauches das wichtigste ist, würden ihn andere Begehren gar nicht belästigen. Die Probleme auf Deck mit schwierigen beinahe unlösbaren Wünschen würde, wenn der Fokus nur auf dem Bauch läge, gar nicht ins Gewicht fallen. Er müsste nicht dauernd seinen Kopf wenden. Geradeaus nach vorne schauen, seinen Bauch nicht vergessen, das würde genügen, um den ganzen Körper zufrieden zu stellen. Das Rollenspiel zwischen Bauch und Geist muss ganz einfach von unten nach oben gelöst werden. Hat der Terassenmenschg genug im Bauch, sind die Gedanken dann wirklich frei und der Mensch kann sich entspannen. Denn schliesslich sind die Anweisungen die vom Bauch aus kommen einfach und verständlich. Verwirrendes kommt nur vom Geist. Zur Zufriedenheit braucht er nur ein Getränk und dann und wann einen tüchtigen Happen. So überlebt man nicht nur den Nachmittag, sondern auch die übertriebenen Wünsche des Geistes. Der Bauch sagt sich also, wäre ich das Zentrum des Menschen, wäre das Leben einfach. Wünsche des Geistes sollen erst nach aussen gelangen, wenn durch des Bauches Filtrierung sichergestellt ist, dass die abwegigen Gedanken des Geistes den Gesammtfrieden nicht behindern. Nicht umsonst heisst es, soll der Mensch etwas werden, muss er tüchtig essen. Bleibt nur zu sagen oder zu definieren, wie sich eine Bauchesgelehrtheit auch im alltäglichen Leben etablieren könnte. Hat man aber diese Schrift genau gelesen, sollte auch dies nicht schwer sein. Immer zuerst an den Bauch denken, dann sind andere Entscheidungen plötzlich nicht mehr schwer.
jhome