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Archive for the 'buchinterpretationen' Category

i.asimovs psychohistoriker buch drei: die zweite stiftung teil zwei, die suche der stiftung

Posted in buchinterpretationen on Oktober 8th, 2018

Isaac Asimov/ Asimov auf Planet Wiki/ die Psychohistoriker, c Bastei Lübbe 2000, TB Ausgabe Band 28 322, 1.Auflage/ Asimovs berühmte Fountation-Trilogie in einem Band/ Lübbe Reihe: Bibliothek der phantastischen Literatur, Herausgeber Stefan Bauer/ Interpretation Buch eins: die Stiftung/interpretation Buch 2 Teil 1: Stiftung und Imperium- der General/ interpretation Buch 2  Teil 2- der Mutant/  Buch drei: die Zweite Stiftung- Teil 1, die Suche des Mutanten, / unten  Teil 2, die Suche der Stiftung, S.187/ Titel der amerikanischen Originalausgabe: Foundation, Foundation and Empire, Second Foundation/ ins Deutsche übertragen von Barbara Heidkamp/ ganze Trilogie hardfax S.887

  

BestSeller- auf dem Soft SF Teller

Buch III, die zweite Stiftung, Teil 2, die Suche der Stiftung

Wieder ist einige Zeit ins All gezogen. Dekaden sind vergangen seit der Herrschaft des Muli. Jenes Mutanten, der die 1.Stiftung mit Leichtigkeit besiegt hat. Seine Waffe war eine spezielle geistige Fähigkeit- er konnte die Emotionen seines Gegners manipulieren. Das Resultat? Wichtige Entscheidungsträger der 1.Stiftung wechselten kampflos die Seite.

So erging es Han Pritcher, dem Flottengeneral der Stiftung. So erging es dem Widerstand auf Haven, dem letzten Nest unabhängiger Händler. Dann traten die Leute der 2.Stiftung auf den Plan. Jene Wissenschaftler, die ihr Forschungsgebiet nicht in der Physik hatten, sondern in der Psychologie. Der Muli hatte durch seine Gabe die Herrschaft über einen losen Planetenbund übernommen. Aber die Leute der zweiten Stiftung wachten nun über den Seldon Plan, so dass nicht ein Despot am Ende der Ursprung für ein neues Imperium war, sondern die erste Stiftung. Das Problem? Der Muli hatte gerade die erste Stiftung besiegt. So war es die Aufgabe der zweiten Stiftung, der Psychologen, diesen Muli zu stoppen. Sie lockten den Muli, sie warfen einen Köder. In der Annahme er sei der zweiten Stiftung auf der Spur, folgte er dieser zu einem Planeten namens Tazenda. Dort trat ihm eine Delegation der zweiten Stifung offen gegenüber. In einem Moment der Verwirrung konnte der Abgesandte der zweiten Stiftung den Willen des Muli manipulieren. Daraufhin hatte der Eroberer die Suche und die damit verbundenen Pläne abgebrochen. Er war fortan ein friedlicher Herrscher.

Nach dem Fall des Muli hat sich die Stiftung auf Terminus erholt. Nachfahren der nunmehr legendären Stiftungsleute, die den Muli auf der Suche nach der zweiten Stiftung behindert hatten, leben auf Terminus. Sie haben einen neuen Auftrag. Ein neues Feindbild. Die zweite Stiftung, die mit ihrem Eingreifen den Muli endlich besiegt hat. Ehemals hatten sie im Verborgenen gewirkt. Jetzt sind sie ans Licht getreten und darum für die Leute der ersten Stiftung zum Problem geworden. Denn sie wissen nichts über die Absichten jener, die mit so überragenden Fähigkeiten die Geschicke des Imperiums leiten. Ein Team  um den  Nachfahren eines prominenten Händlers, Dr.Darell und seine Tochter Arcadia versuchen hinter die Absichten der zweiten Stiftung zu sehen. Sie messen die Hirnströme der eigenen Mitglieder. Denn wer kann schon sicher sein vor der Beeinflussung der zweiten Stiftung? Im Vordergrund steht aber der Krieg mit Kalgan. Lord Stettin ist dort nach dem Muli der neue Regent. Auch er hat Pläne zur Stärkung seiner Macht. Sein Ziel ist die erste Stiftung auf Terminus. Und um es vorweg zu nehmen. Lord Stettin verliert einen Krieg inmitten von Menschen die mit besonderen geistigen Fähigkeiten agieren. Sowohl die erste wie auch die zweite Stiftung haben dabei ihre Spitzel in bester Position.

Die erste Stiftung will aber nun endlich herausfinden, wo die Basis der zweiten ist. Seldon sagte es sei auf Stars End. Aber wo ist dieser Planet! Das Team um Dr.Darell rätselt. Kalgan oder Terminus? Es ist aber die Absicht der zweiten Stiftung, ihre Existenz im Bewusstsein der Menschheit wieder zu löschen. Nur so können sie die Geschicke leiten. Wie es Seldon in seinem Plan vor Jahrhunderten vorausgesehen hat. Ein neues Imperium soll entstehen auf der Basis der ersten Stiftung!

Der Schluss der Geschichte? Dr.Darell und sein Team begehen eine schreckliche Tat, in der Annahme, sie hätten nun endlich einen alles beendenden Schlag gegen die zweite Stiftung auf Terminus getan. Denn dort, so lautet die Annahme, sollen die Mitglieder der geheimnisvollen zweiten Stiftung gelebt haben.

für das team fantaster: psychodoc

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staff homeranus interpretiert: das buch kalligraph des bischof von titus müller

Posted in buchinterpretationen on September 15th, 2018

Titus Müller/ Titus Müller auf Wiki/ Der Kalligraph des Bischofs/ c 2005 Brunnen Verlag/historischer Roman/ hardfax S. 415

 

One way ticket for a bill due- ein fälliger Wechsel ohne Rückkehr

Ein lateinisches Sprichwort sagt: „de gustibus non est disputandum“! Zu Deutsch, über den Geschmack lässt sich nicht streiten. Der Sinnspruch steht auf einem Balken über einem Holzkochherd, in einem nach alternativen Massstäben umgebauten ehemaligen Bauernhaus. Essen,  Kleidungsstil, Einrichtung und was uns hier interessiert, die Buch Wahl oder die Autorenwahl,  ist also Geschmackssache!

 

Turin im 9. Jahrhundert: Die stolze norditalienische Stadt wird von den Sarazenen bedroht. Dort sucht der junge Germunt Zuflucht vor Bluträchern, und dahin wird auch der streitbare Claudius als neuer Bischof entsandt. Claudius, der die Verehrung von Heiligenbildern und Reliquien als Götzendienst bekämpft, ist selbst in den eigenen Reihen nicht vor Anfeindung sicher. In dieser Situation nimmt er Germunt an seinem Hof auf und lässt ihn in den sieben freien Künsten unterrichten. Germunt gerät in den Bann des Schreibens wie der Liebe und dringt tief in die Geheimnisse der Kalligraphie ein. Eines Tages muss er seine Kunst anwenden, um Leben zuretten. (Klappentext Ausgabe Brunnenverlag)

Der Kalligraph des Bischofs ist eine historische Erzählung, die ich in der Ausgabe des Brunnenverlags gelesen habe. Dabei ist es aber Jahre her, seit die Geschichte meinen Orbit durchflogen hat. Um den Inhalt aufzufrischen und zu verstehen, habe ich auf verschiedene Kritiken, die alle im Internet  zu lesen sind, zurückgegriffen.  Dabei ist ein Bild entstanden, das meine Ansichten über das Rezensionswesen bestätigte.

 

Mein Befund als argumentative These lautet:

Die schriftstellerischen Fähigkeiten eines Poeten und seines Plots können nicht aufgrund von Leserkritiken bestimmt werden. Noch der Gehalt einer erzählerischen Leistung aufgrund einer Rezension bestimmt werden. Daraus folgt die relative Schwierigkeit, die wirkliche Qualität einer abgelieferten Geschichte zu bemessen. Noch mal einer ganz anderen Dynamik folgen die Faktoren, die einem Werk zum Erfolg verhelfen.

Als ich die Kommentare durchforstete, bin ich auf verschiedene Ansichten gestossen. Da gab es die Meinung, die Handlung vermisse den roten Faden. Oder dass das Handlungsmotiv des Protagonisten, Germunts, zu wenig glaubwürdig sei. Sein Verhalten würde nicht wirklich erklärt, das Buch sei darum leichte Unterhaltung und vermisse an Spannung. Fazit dieser Kritiklinie: Die historische Erzählung rund um den Dieb Germunt ist leichte Kost.

Eine andere Stimme sagt, der Autor habe einen humorvollen Schreibstil, die Handlung ansprechend vorangetrieben und die Charakter glaubwürdig in Szene gesetzt. Es sei ein guter Roman, ohne in historischen Romanen übliche Gewaltexzesse und Sexszenen.

Noch eine andere Stimme hebt den historischen Wert hervor. Man lehre etwas über den Bilderstreit, in dem die Kirche Turins im 9.Jahrhundert steckte. Oder etwas über die Fakten zu Gerichtsbarkeit, Medizin und Urkundengestaltung. Schliesslich wandte diese Stimme ein, nur schon die detailliert beschriebene Alpenreise sei es Wert das Buch zu lesen. Sie führte zur Trennung des Protagonisten mit dem alten Leben, und leitete die Wandlung des Diebs Germunt zu einem emsigen Kalligraphen ein.

Dann ist da noch die Stimme, die auf den Gehalt des christlichen Standpunktes hinweist, der Zwangsläufig in einer Geschichte mit diesem Ausmass ein Thema sein muss. Er sei Zitat: „Nebenbei vermittelt und nicht übertrieben.“

 

Daraus folgt ein wichtiger Punkt aus Seitentrotters Manifest:

Eigenlieben in der Beurteilung eines Schunkens sollten wenn immer möglich keinen Eingang in die Kritik eines schriftstellerischen Werkes finden. Sie führen einen interessierten Leser zu irrtümlichen Annahmen.

 

Die Fakten sollen hier an dieser Stelle ein anderes Licht auf den Autoren, und sein Werk werfen. Titus Müller ist unter anderem Träger des im Jahr 2005 erstmals vergebenen C.S.Lewis Preises. Für sein Werk, die Siedler von Vulgata. Zur Erinnerung, C.S. Lewis ist jener Englische Professor, der sich für die Narnia – Welt verantwortlich zeichnet und der mit J.R.R. Tolkien  in Verbindung gebracht wird.

Dann hat sein Debutroman eine Erfolgsgeschichte aufzuweisen. Nach der erstmaligen Verwertung des Skripts durch den Aufbauverlag im Jahr 2002, erwarb sich im Jahr 2005 der Brunnenverlag die Lizenzrechte. Dem nicht genug! Die Geschichte um Germunt, den Dieb von jenseits der Alpen, findet durch den Heyne Verlag im Jahr 2016 eine Neuverarbeitung mit neuem Cover.

Zu guter Letzt ist zu sagen, das Buch hat Eingang gefunden auf der Internet Seite von Geschichte-im-Roman.de. Ein Netzdokument auf dem nur Plots erscheinen, die in ihren Ausführungen einen Lernwert aufweisen. In diesem Fall historische Romane und andere Zeitdokumente, die durch ihre leichte Lektüre historische Fakten in eine fiktive Geschichte einbinden.

 

Seitentrotter kommentiert darum kompromisslos, das Buch ist ein Muss für Lesebegeisterte an historischen Zusammenhängen.  Die Hände davon lassen sollen aber jene, die vom verarbeiteten Stoff ein Zuviel an wohlausgeklügeltem Spannungsbogen erwarten. Historisch Interessierte werden aber nicht enttäuscht werden. Denn Titus Müller hat vor allem eins verstanden. Und das ist jener nicht zu leicht zu gewichtende Umstand, den Leser durch seine dichterische Leistung mit zunehmen. Mitzunehmen auf eine Reise durch das Turin des 9.Jahrhunderts!

 

für das team fantaster: ihr staff homeranus

 

i.asimovs psychohistoriker buch drei: die zweite stiftung teil eins- die suche des mutanten

Posted in buchinterpretationen on September 13th, 2018

Isaac Asimov/ Asimov auf Planet Wiki/ die Psychohistoriker, c Bastei Lübbe 2000, TB Ausgabe Band 28 322, 1.Auflage/ Asimovs berühmte Fountation-Trilogie in einem Band/ Lübbe Reihe: Bibliothek der phantastischen Literatur, Herausgeber Stefan Bauer/ Interpretation Buch eins: die Stiftung/interpretation Buch 2 Teil 1: Stiftung und Imperium- der General/ interpretation Buch 2  Teil 2- der Mutant/ unten Buch drei: die Zweite Stiftung- Teil 1, die Suche des Mutanten, S.97/ folgt  Teil 2, die Suche der Stiftung/ Titel der amerikanischen Originalausgabe: Foundation, Foundation and Empire, Second Foundation/ ins Deutsche übertragen von Barbara Heidkamp/ ganze Trilogie hardfax S.887

 

 

BestSeller- auf dem Soft SF Teller

Isaac Asimov hat im zweiten Teil des zweiten Buches der Psychohistorie ganze Sache gemacht. Er schickte die erste Stiftung in den Abgrund. Das Imperium war Geschichte und die Galaxis strebte einem unsicheren Finale entgegen. Der als Muli aufgestiegene Eroberer, ein Mutant, hält die Fäden zum Glück oder Unglück eines ganzen Planetensystem in seinen Händen. Nächste Hürde? Er muss die von Seldon gegründete zweite Stiftung besiegen, von der man sagt, sie hätten geistig übermenschliche Fähigkeiten!

Buch III, die zweite Stiftung, Teil eins: Die Suche des Mutanten

Nicht immer in inniger Einigkeit, aber immer nach Plan, zumindest so wie es der grosse Psychohistoriker Harry Seldon prophezeit hat, legen nacheinander die Enzyklopädisten, die Bürgermeister und die Händler das Fundament für die Neugründung des Imperiums.-

Dann kam der Muli. Ein unansehnlicher Emporkömmling vom Planeten Kalgan. Durch seine besonderen geistigen Fähigkeiten manipuliert er die wichtigsten Entscheidungsträger der Stiftung und bringt sie auf seine Seite. Nun ist nicht nur das Imperium Geschichte, auch der Plan Harry Seldons, mit der Stiftung eine neue Friedensherrschaft zu gründen, scheint missglückt zu sein. Aber auch der Emporkömmling Muli hat von der zweiten Stiftung vernommen. Am Ende seines ersten Eroberungszuges, stösst er beinahe auf Informationen über die zweite Stiftung. Niemand hat bisher Kenntnis von dessen Lage. In den Archiven von Trantor stirbt der letzte Tech-Mann der alten Garde, bevor der Muli das Geheimnis aus ihm rausholen kann.

So startet er seine eigene Mission. Er setzt auf Bail Channis, der sich an seinem Hof in Kalgan bewährt hat, und auf seinen General, den Konvertiten Han Pritcher. Es scheint, das Bail eine Ahnung hat, wohin die Reise gehen soll. Nach einem Planeten, der geschickt in einem Nebel versteckt ist, dem Pelots-Nebel. Die beiden landen schliesslich auf Rossem, einem Nebenplaneten von Tazenda, wo die zweite Stiftung ihren Sitz haben soll. Der Muli weiss, die Leute der zweiten Stiftung haben wie er geistige Fähigkeiten. Als die Kontrahenten sich begegnen, läuft der Showdown für normal sterbliche auf zu hohem Niveau. Schlussendlich läuft es darauf hinaus, wer seine Absichten vor dem geistigen Auge des andern besser verbergen konnte. Der Muli zum Beispiel hat das Spiel von Bail Channis durchschaut und glaubt sich im Vorteil. Er ist den beiden heimlich gefolgt. Die Leute der zweiten Stiftung hingegen wieder, hatten den Plan, den Muli aus seiner Welt zu locken. Um ihn zu Gesicht zu bekommen und so in einem günstigen Moment auf ihn einzuwirken. Als das Kräftemessen vorbei ist, stoppt der Muli seine Eroberungspläne. Er scheint verändert und weiss nicht mehr was passiert ist. Der Plan der zweiten Stiftung scheint, trotz einiger Fehltritte, aufgegangen zu sein!

für das team fantaster: psychodoc

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jerry cotton taschenbuch: die mord-gmbh

Posted in buchinterpretationen on September 10th, 2018

 

Jerry Cotton/ wikijerry/ Bastei-Lübbe Taschenbuch Nr. 32026 c 1982/ Die Mord-GmbH/ Kriminalroman/ zur jc-paradesoftfax S.169

  

Die Mordgesellschafter

Jerry Cotton und sein dienstlicher Partner wie auch privater Freund Phil kämpfen schon eine lange Zeit gegen die Schattenseite der menschlichen Gesellschaft. In Teamarbeit eingespielt, als Cops abgebrüht und sich bewusst, dass Menschen mal Fehler machen. Es sei G-man, Ganove oder Bürger! Diesmal sollten sie aber in ihren Ermittlungen getrennt sein. Während Jerry hoffte in der Bowery in New York  Details zu rätselhaften Morden aufzuspüren, jagte Phil in Chicago den mysteriösen Killer. Er war einem Geschäftsmann und Playboy auf den Fersen. Ray Conolly, der sich einem Detektiv anvertraute um sein Gewissen zu erleichtern.

Lange tappten die Cops mit ihren Ermittlungen im Dunkeln. Die Indizien wollten einfach nicht zusammenpassen. Undercover mischte sich Jerry in New Yorks Unterwellt, Treffpunkt Moonshine Bar. Mit den Leuten von Syndikatsboss Colloni lieferte er sich im Kampf um Hinweise, die den aktuellen Fall erhellen würden, ein mordsmässiges Gerangel. Kugeln und Fäuste flogen, Jerry kämpfte alleine gegen eine Übermacht in der Unterwelt.

Phil verfolgte die Spur des Playboys. Dieser Galan und Schönling wusste mehr als er preisgab. Es waren nun schon einige Morde auf dem Konto des mysteriösen Killers. Die Tatwaffen waren mal ein Messer, dann Sprengstoff, ein andermal ein Bogen oder ein Strick. Die Gmans suchten antworten und Phil wusste, dieser Conolly musste endlich reden.

Zuletzt brachte der Detektiv die Cops auf eine heisse Spur. Ausgangspunkt der Morde schien eine ausufernde Party zu sein. Ein ausgekochtes Verbrecherhirn, das die verpeilte Partystimmung benutzte um die Anwesenden auf eine richtig üble Idee zu bringen. Mal was ausgefallenes zu tun. Arthur Wood stiftete die Anwesenden an, einen Mord zu begehen! Am Tag danach erinnerte Arthur Wood die Partygänger an ihre eingegangene Verpflichtung. Er berief zur verhängnisschweren Zusammenkunft. Das Los entschied wer an der Reihe war. Danach hatte er leichtes Spiel. Erpresste der Reihe nach einen nach dem anderen.

Wieder zusammen in Chicago, bescherten Jerry und Phil dem Killer und seiner Mord Gmbh einen letzten Morgen.

pilger jack

i.asimovs foundation trilogie: buch 2 teil 2, der mutant, interpretiert von psychodoc

Posted in buchinterpretationen on August 24th, 2018

Isaac Asimov/ Asimov auf Planet Wiki/ die Psychohistoriker, c Bastei Lübbe 2000, TB Ausgabe Band 28 322, 1.Auflage/ Asimovs berühmte Fountation-Trilogie in einem Band/ Lübbe Reihe: Bibliothek der phantastischen Literatur, Herausgeber Stefan Bauer/ Interpretation Buch eins: die Stiftung/interpretation Buch 2 Teil 1: Stiftung und Imperium- der General/ unten Buch 2  Teil 2- der Mutant S,184/ folgt Buch drei: die Zweite Stiftung- Teil 1 und Teil 2/ Titel der amerikanischen Originalausgabe: Foundation, Foundation and Empire, Second Foundation/ ins Deutsche übertragen von Barbara Heidkamp/ ganze Trilogie hardfax S.887

 

BestSeller- auf dem Soft SF Teller

Der Fortgang der Geschichte. Und wie Hari Seldons mathematische Berechnungen  auf Grund der Psychohystorik sich nun mit der zweiten Stiftung befassen müssen.

Buch II der Trilogie, Stiftung und Imperium, Teil 2: Der Mutant

Vier Seldon-Krisen hat die Stiftung überstanden. Eine nächste steht bevor. Wieder ist eine enorme Zeit vergangen. Das Imperium, wie es einmal war, existiert nicht mehr. Bayta und Toran sind Kinder ehemaliger Stiftungsleute. Ihr Planet ist Haven. Alles scheint in Ordnung.

Die Stiftung jedoch ist zum Jäger geworden. Einst geleitet von Menschen, die zumindest noch Gehör für Seldons Theorie hatten, ist in der Hand eines Despoten. Nun haben sich unzufriedene Händler  auf Haven, einem Rückzugsort der Stiftung, versammelt. Bereits wurde dort ein Steuereintreiber aus Terminus ermordet. Ein Angriff der Stiftung wird darum befürchtet. So muss nun ein Plan zur Bewahrung der Sache Seldons her. Was, wenn jemand die Stiftung angreift? Dann würden die Händler verschont bleiben. Ein Emporkömmling namens Muli soll es richten. Bayta und Toran machen sich als Spione auf nach Kalgan, der Welt des Muli. Dort retten sie den geflohenen Clown des Muli. Die Idee scheint aufzugehen. Doch geschehen nun sonderbare Dinge.  Kriegsherren die als loyal galten, gehen kampflos zum Muli über. Stiftungsleute werden zu Freunden des Muli. Haven selbst fällt. Bayta, die erste Frau übrigens die ins Geschehen eingreift, und Toran begeben sich mit dem Clown auf Erkundung. Da die Stiftung in den Händen des Muli ist, die man ja für unüberwindbar hielt, scheint die Sache Seldons verloren. Man erinnert sich jedoch. Seldon hat auch von einer zweiten Stiftung gesprochen. Sie soll auf Stars End sein. Niemand kennt jedoch die Lage des Planeten. Antworten sollen die Archive auf Trantor liefern. Mit dabei ist auch Ebling Mis. Einer der letzten von den Tech-Leuten. Er versteht was von den alten Theorien. Wieso aber hat der Muli die Stiftung einnehmen können? Welchen Faktor hat Seldon in seiner Rechnung vergessen? Die Antwort liegt beim Muli, er ist ein Mutant, hat besondere Fähigkeiten. Mit dem Visi-Sonor, ein Instrument das Visionen herzaubert, kann er auf die Emotionen seiner Zuhörer einwirken. Er kann den Gegner soweit manipulieren, dass sie die Seite wechseln. Und bis zu diesem Zeitpunkt weiss auch keiner, wer dieser geheimnisvolle Mutant ist. Bayta und Toran haben einen neuen Auftrag. Sie müssen die zweite Stiftung finden und darauf hoffen, durch sie den Sieg über den Mutanten zu erlangen.

psychodoc

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j.cotton: interpretation des unheimlichen richters

Posted in buchinterpretationen on August 1st, 2018

  

Jerry Cotton/ wikijerry/ Bastei-Lübbe Taschenbuch Nr. 32148 c 1993/ Der unheimliche Richter/ Kriminalroman/ zur jc-paradesoftfax S.174

   

 

Spiel mir das Lied vom Recht

Die Gmans Jerry Cotton und Phil Decker hatten ein Dejavu. Neben Gangstern mit mehr oder weniger offenen Absichten hatten sie es auch immer wieder mit Psychopathen zu tun. Menschen, deren Taten ein Gewurstel von Plan und Chaos waren. Es war wie damals, im Jahr 1988. In der Entführung eines gerade erst ausgebildeten Astronauten, konnten sie einfach keinen vernünftigen Grund entdecken. Fünf Jahre später trat ein unheimlicher Richter auf den Plan. Jerry und Phil waren beauftragt, Licht auf mysteriöse Mordfälle zu werfen.

 

USA. New York. Jersey City. Winter herrschte in einer Stadt, die nicht wirklich Geld für Räumfahrzeuge ausgibt. Das sollte auch Jerry spüren. Sein Jaguar fing bei einer Carambolage eine empfindliche Schramme. Tägliche Routine wurde nicht nur vom Schnee gestört. Aus dem Museum of Crime in Jersey City wurde ein elektrischer Stuhl entwendet. Bald tauchten erste Leichen vor dem Leichenschauhaus auf. Die Ermittlungen führten Jerry und Phil zu einem bekannten Syndikatsboss und zu einer unter Mordverdacht stehenden jungen Frau. Sie knobelten noch am Motiv für die Taten als ihr Kollege Steve Dillaggio bei einer Routinebefragung unter Beschuss gerät. Der unheimliche Richter hatte zugeschlagen. Er führte seine Opfer der gerechten Strafe zu. Mörder, vom Gericht freigesprochen. Er war der Privathenker mit dem Stuhl. Dem elektrischen Stuhl. Die Todesstrafe im Staat New York war längst Geschichte.

Der Fehler des unheimlichen Richters? Er konnte seine psychopathische Denkweise nicht durchbrechen. Nicht erkennen, wenn jemand unschuldig war. So musste er sich wegen dem Mädchen Leslie mit den Gmans Jerry und Phil schlagen. Und für die Cops gab es trotz moralischem Vorteil für den unheimlichen Richter nur eine Sprache. Den Sidestep, um dem wie ein angeschlagenes Tier zuschlagenden Täter auszuweichen. Den Uppercut, um den angeschossenen Bären aufs Parkett zu legen. Den 38er in der gestreckten, um dem selbsternannten Richter  in den Schlussakkorden das Lied vom Recht zu spielen.

Jerry und Phil waren wieder einmal in die Stiefel gefahren und hatten ihrem Bauchgefühl getraut. Das Mädchen war unschuldig. Bleibt noch das Motiv des Richters. Er hatte einen Sohn. Unschuldig aber angeklagt hatte er das Spiel um das Recht verloren. Die Welt hatte einen neuen Psychopathen. Einen Vater als Rächer für seinen Sohn. Und es brauchte zwei smarte aber abgebrühte Cops um New York von diesem Übel zu befreien.

pilger jack

 

i.asimovs foundation trilogie: buch 2 teil 1, der general, interpretiert von psychodoc

Posted in buchinterpretationen on Juli 28th, 2018

Isaac Asimov/ Asimov auf Planet Wiki/ die Psychohistoriker, c Bastei Lübbe 2000, TB Ausgabe Band 28 322, 1.Auflage/ Asimovs berühmte Fountation-Trilogie in einem Band/ Lübbe Reihe: Bibliothek der phantastischen Literatur, Herausgeber Stefan Bauer/ Interpretation Buch eins: die Stiftung/ unten interpretiert Buch 2 Teil 1: Stiftung und Imperium- der General, S. 95/ folgt Buch 2  Teil 2- der Mutant/ Buch drei: die Zweite Stiftung- Teil 1 und Teil 2/ Titel der amerikanischen Originalausgabe: Foundation, Foundation and Empire, Second Foundation/ ins Deutsche übertragen von Barbara Heidkamp/ ganze Trilogie hardfax S.887

  

BestSeller- auf dem Soft SF Teller

Der Fortgang der Geschichte. Und wie Hari Seldons mathematische Berechnungen  auf Grund der Psychohystorik zu 94% mit Erfolg behaftet sind.

Buch II der Trilogie, Stiftung und Imperium, Teil I: Der General

Jahrhunderte sind vergangen. Hari Seldons Psychohistorie und die damit verbundene Stiftung haben drei Krisen überlebt. Noch existiert das Imperium und Trantor ist der Sitz des Kaisers. Sein Name: Cleon II. Wie es jedoch prophezeit wurde, ist in Teilen der Galaxis Anarchie ausgebrochen. Die Stiftung, mit Sitz auf Terminus, hat überlebt, weil sie durch ihre Arbeit an der Enzyclopedia Galactica, das Wissen eines ganzen Imperiums aufgezeichnet hat. Ingenieure, die sogenannten Tech-Leute, haben dieses Wissen verfeinert. So erlangte die Stiftung eine Vorrangstellung, vor allem in der Atomtechnik. Geschickt haben die Führer der Stiftung Invasionsabsichten ihrer nächsten Nachbarn abgewehrt. Immer haben ihre Händler als Agenten gedient. Diesmal ist es Lathan Devers. Er soll die Stiftung mit Informationen beliefern.

Dies blieb auch dem Imperium nicht verborgen. Ein General des Kaisers, Bel Riose, fasst den Entschluss, Terminus endgültig einzunehmen. Er macht sich auf nach Siwenna um etwas über die Zauberer, wie die Stiftungsleute auch genannt werden, herauszufinden. Mit ihm im Bunde ist der persönliche Berater des Kaisers, Brodrig. Das Ende für die Stiftung scheint gekommen. Zu mächtig ist des Generals Flotte. Auf ein weiteres jedoch werden die Berechnungen Seldons, die er hunderte von Jahren zuvor erstellte, bestätigt. Bel Riose und Brodrig würden, wenn sie erfolgreich wären, dem Kaiser vielleicht selbst den Krieg erklären. Sie werden darum von ihm persönlich zurückbeordert und exekutiert. Die Stiftung hat eine weitere Krise überlebt. Die Berechnungen Seldons zu 94% einen Volltreffer gelandet.

psychodoc

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pilger jack`s interpretation von z.greys schatten auf der fährte

Posted in buchinterpretationen on Juli 27th, 2018

Zane Grey/ Wikigrey/ Zane Grey bei Bücherwiki/ Western Classics c Heyne Verlag München 1970/ Titel der amerikanischen Ausgabe: Shadow on the trail/ Deutsche Übersetzung von Dr.Hansheinz Werner/ Softfax S.190

   

 

Grünrücken und Zedernweide

In den Sommermonaten ist die Herkunft und der Gehalt eines Buches nicht so sehr entscheidend. Entscheidend ist aber die Stimmung in einem Moment. Und es ist bestenfalls eine Randnotiz wert, ob die Lektüre einen  bekannten Autor als Urheber hat. Viel entscheidender ist, dass man eine passende Lektüre zur Hand hat und dass sie auf Anhieb den Sommerabend zu einer warmen Lesestube verzaubert. So stammt die vorliegende Geschichte nicht aus dem Sortiment eines angesagten Buchhändlers. Sie stammt aus einem der letzten grossen Bucharchive der Zeit, der guten alten Brockenstube. Es ist eine Story aus der Zeit der Siedlungsgeschichte der Vereinigten Staaten. Die letzten freien Büffelherden preschen vor die Mündungsfeuer gewissenloser Weisser. Revolverhelden treten in die Dienste von Rinderkönigen. Viehdiebe werden in Arizona ohne Verhandlung gehängt.-

Zane Grey, der 1939 gestorbene US Westernschriftsteller, braucht für seine Geschichten keinen aktuellen Neudruck. Wade Holden, der Protagonist, keinen umgestalteten Plot um den Colt schneller aus dem Leder zu bringen.

 

Mercer, Texas. Simm Bell und seine Bande wagen einen letzten Banküberfall. In Smokey Hollow, ihrem Bandenversteck, lagern bereits Grünrücken und Münzen für 30`000 Dollars. Wade rät seinem Boss vom Überfall auf die Bank in Mercer ab. Auch weil ein Verräter in den eigenen Reihen vermutet wird. Der Coup missglückt. Simm Bell wird angeschossen. Im Sterben verrät er Wade ein Geheimnis und bittet ihn auf den geraden Weg zurückzukehren. Die Bande ist versprengt, Wade gelingt die Flucht. Ihm auf den Fersen sind die Bluthunde von Texas Rangern. Allen voran Mahaffey, den man Falkenauge nennt.  Ein Mädchen eines Siedlertrecks hält ihn vorerst vor den Augen der Ranger verborgen. Wade reitet seiner Vergangenheit davon, will westlich des Pecos in Arizona ein neues Leben beginnen. Viehdiebe, Büffeljäger, Trapper und Weidenreiter kreuzen seinen Weg. Sie können ihn nicht stoppen. Auf der Zedernranch nimmt er dann die Stellung als Vormann an. Er trifft auf alte Bekannte. Räumt mit dem Rinderkönig auf und vertreibt die Viehdiebe. Grund zum Bleiben hat er. Das Mädchen, das ihm einst die Flucht ermöglichte, ist die Tochter seines Boss`. So bleibt nur noch eins. Der Schatten auf seiner Fährte. Durch seine Vergangenheit als Desperado. Fügung oder Schicksal, es lag nicht in der Macht des Revolverhelden Wade, den Schatten loszuwerden.

Eine Westerngeschichte! Genau das richtige für Tage ohne bezahlte Arbeit. Rausgehen. Wind spüren. Von der Technik unberührte Landschaften sehen. Lesen von einer längst vergangenen Zeit. In eine Umgebung vor totaler Motorisierung eintauchen. Einen Helden erleben, der eine Fähigkeit zur Bestleistung trieb. Eine Romance in wilder, fremder Welt teilen. Einen Desperado und sein Wille zur Veränderung begleiten. Wade, den Revolverhelden, der einst schoss um zu schnellem Reichtum zu gelangen. Seinen Colt nun zieht um das Unrecht auf der Zedernweide in Arizona zu bekämpfen.

Natürlich ist aus heutiger Sicht vieles klischeehaft. Durch eine rosa Brille gesehen. Durch die Brille weisser Siedler. Durch verklärte europäische Abenteuerherzen. Ja, so muss es sein! Jedoch ist es mehr. Es ist der Ausbruch aus der engen Zivilgesellschaft. Die unstillbare Sehnsucht nach Weite, Zeit und letztendlich nach echtem Leben. Dies alles bietet der Plot von Zane Grey, dem ehemaligen Westernschriftsteller. Wade ist auf dunkle Fährte geraten. Er folgt aber jetzt dem Wunsch seines ehemaligen Bandenchefs den Schatten auf seiner Fährte zu beheben. Wade hat es sich zu Herzen genommen. Er schafft einen Neuanfang.

Und so mögen die von Zane Grey abgeschossenen Zeilen nicht so ganz verschwendet sein. Licht kann fallen auf verdunkelte Fährte. Denn bleibt kein Ausweg übrig, so reiten wir mit Wade. Lassen alte Lasten hinter uns und besiegen dunkle Drohgebilde der Vergangenheit mit gutem  Verstand, Wille und einem Funken Hoffnung.

pilger jack

 

i.asimovs foundation trilogie: buch 1 die stiftung interpretiert von psychodoc

Posted in buchinterpretationen on Juni 29th, 2018

Isaac Asimov/ Asimov auf Planet Wiki/ die Psychohistoriker, c Bastei Lübbe 2000, TB Ausgabe Band 28 322, 1.Auflage/ Asimovs berühmte Fountation-Trilogie in einem Band/ Lübbe Reihe: Bibliothek der phantastischen Literatur, Herausgeber Stefan Bauer/ Interpretation Buch eins: die Stiftung/ Buch zwei: Stiftung und Imperium Teil eins und Teil zwei/ Buch drei: die Zweite Stiftung, Teil eins und Teil zwei/ Titel der amerikanischen Originalausgabe: Foundation, Foundation and Empire, Second Foundation/ ins Deutsche übertragen von Barbara Heidkamp / ganze Trilogie hardfax S.887

 

 

Bestseller auf dem Soft SF Teller

Science Fiction Autoren lassen ihre Helden in die Zukunft reisen, oder in interstellaren Welten leben. Lassen sie Abenteuer erleben und Menschheitsfragen lösen oder sie werden Geheimisse zur Rettung der heimischen Erde inne. Im Raum bewegen sie sich mit Methoden, die Wissenschaft mit Fiktion mischen. Dan Simmons entwarf den Farcaster, ein Tor, das den Schritt über grosse Distanzen ermöglicht. Douglas Adams lässt sein Raumschiff mit unendlichem Unwahrscheinlichkeitsdrive  fliegen. Isaac Asimov wiederum lässt seine Akteure mit atombetriebenem Raumschiff durch den Hyperraum springen. Asimov dichtet: „Es handelt sich weder um Raum noch Zeit! Die Galaxis wird  in einem Augenblick durchquert!“ Das Buch, in dem er seine populärwissenschaftlichen Thesen dem breiten Volk präsentiert: Die Foundation – Trilogie, veröffentlicht im Jahr 1951 in erster Version in drei eigenen Ausgaben. Hier nun die Interpretation von Buch eins, die Stiftung!

 

Asimov eröffnet in der Geschichte ein Imperium mit 25 Mio bewohnten Planeten, die von insgesamt 40 Mia Menschen besiedelt sind. Technik basiert auf 12`000 Jahren imperialen Fortschritts und sie macht es möglich, dass kein Planet von der Zivilisation abgeschnitten ist. Alle Regierungsmacht liegt beim Kaiser. Sein Thron steht auf Trantor, im Zentrum des Systems. Die Menschen leben untererdig und die Bewohner fühlen sich wie von einer Metallhaut überzogen. Das Imperium steht am Zenit der Entwicklung, auf dem Höhepunkt seiner Macht.

Ein Team von Wissenschaftlern hat sich zur Aufgabe gemacht, die Zukunft des Imperiums zu erforschen. Allen voran Hari Seldon, den man Raven nennt, den Raben, weil seine Ansagen so schwarz wie das Federvieh selber sind. In 500 Jahren, so Seldon, ist das Imperium untergegangen, gefolgt von einer Zeit der Anarchie die 30`000 Jahre dauert. Seldons Wissenschaft, der er seine Erkenntnisse verdankt, ist die Psychohystorie. Als Faktoren dienen ihm soziale und ökonomische Stimuli. Seine Arbeit ist nicht sehr beliebt und er wird zur Ausprache beim Kaiser zitiert. Seldon will, so erklärt er vor dem Thron, das gesammte Wissen des Imperiums aufzeichnen. Ziel der Arbeit ist, das gesammelte Wissen einzusetzen, um die kommende Anarchie auf tausend Jahre runter zu schrauben. 100`000 Mitarbeiter zählt seine Anhängerschaft. Sie arbeiten an der Enzyklopadie Galactica. Der Kaiser lässt sie gewähren. Stellt ihm sogar zwei Planeten zur Verfügung. Stars End und Terminus, beide am Rande gelegen.

Die Wissenschaftler gründen eine Stiftung und arbeiten auf den zwei Planeten an ihrem Werk. Seldons  psychohystorische Vorhersagen treffen ein. Sie sind nicht aus der Luft gegriffen. Sie sind mathematisch mit zugrundeliegender Formel berechnet. Das Imperium bröckelt, es beginnt an der Peripherie. Die Stiftung auf Terminus, muss sich gegen übermächtige Nachbarplaneten wehren. Aristokratische Familien drängen an die Macht. Das Reich jedoch fällt nicht gleich auseinander, aber es geschieht eine Machtverschiebung.  Auch die Stiftung hat Macht. Jedoch ist sie eine friedliche und durch die Wissenschaft begründet. Der Spruch der Stiftung: „Gewalt ist die letzte Zuflucht des Unfähigen!“ Geschickt wird das Wissen der Atomtechnik eingesetzt, um am Drücker zu bleiben.

Seldon der Psychohistoriker lebt unterdessen nicht mehr. Treu arbeitet jedoch die Stiftung an der ursprünglichen Mission. Satz um Satz werden die Seiten der Enzyklopädie gefüllt. Doch Seldon hatte die Entwicklung des Imperiums bis zum Ende vorausgesehen. Damit verbunden die Stellung der Stiftung. Um zu bestehen muss die Stiftung ihre Ziele ändern. In die Enge getrieben, redet man bald von der Seldon Krise. Sie tritt immer dann ein, wenn die Welt um Terminus brodelt. Entscheidungen müssen getroffen werden, mit denen sich die Führer der Stiftung schwer tun. So verschiebt sich das Machtgefüge auf Terminus. Nacheinander werden Bürgermeister und Händler zu bestimmenden Personen. Und immer geht es darum, Wissen gegen Waffenkraft einzusetzen. Stiftungsmitglieder verwandeln sich von Wissenschaftlern zu einer Art Heiligen. Die Heiligen werden zu Händlern, und irgendwo im Imperium erstarkt die alte Macht des Kaisers.

 

Der Einstieg in Buch eins der Foundation Trilogie ist ein Katapult in eine grosse All-Geschichte. Der Zeitsprung durch den Raum in einen Space Opera Plot. Asimov erzählt von einem interstellaren Imperium. Augen, Gedanken, Gefühle fliegen gleich durch die ersten Seiten. Der Alltag ist vergessen, denn Asimov hat einen Plan zur Rettung des Imperiums. Dass er das kann beweist er damit, dass er mit Arthur C. Clarke und Robert A. Heinlein zu den „Big Three“ der Science Fiction gehört. Zu den Schreibern grosser Weltraumstories. Damit nicht genug. Asimov heimste für die Foundation Trilogie 1966 den Hugo Sonderaward  für den besten Science Fiction Roman aller Zeiten ein. Noch nicht genug. Nach dem guten Doktor, wie er von den Fans auch genannt wird, hat die amerikanische Raumfahrt einen Krater auf dem Planeten Mars benannt. Genug Lob, fett Ehre und ein Buch das als Ganzes dem Umfang der Huldigung gerecht wird. Drei Bücher, 887 Seiten hat Asimov geliefert.

So unterschiedlich die Methoden ausfallen, sich im Weltraum zu bewegen, so differenziert sind die Untergruppen der Science Fiction. Als da ist die Hard Fiction. Eine Story basierend auf möglichst genauer technischer Abhandlung die als Hauptfigur verkauft wird. Bekannter Vertreter ist Jules Verne mit dem Roman von der Erde zum Mond. Die Soft SF. Eine Story, in der technische Möglichkeiten nur noch am Rande interessieren. Ins Zentrum rückt der Mensch und seine Ideologien. Die Story bekommt eine fettere Handlung. Bekannter Vertreter ist Ursula K. Le Guin und ihr Roman „das Wort für Welt ist Wald“.  Die Steampunk-Community. Rückwärtsgerichtete SF. Handlungsraum so um das 19. Jahrhundert. Kupfer, Blech und dampfgetriebene Geräte verbessern den Lebensstandard. Bekannter Vertreter ist Stephen Hunt mit dem Königreich der Lüfte. Die Space Opera. Grosse Schlachten, Geschichten und Liebschaften. Alles verpackt in eine unendliche Geschichte. Bekannter Vertreter ist Dan Simmons und seine Hyperion Gesänge.

Und dann kam Asimov. Mischt mit seinen Themen die SF Landschaft auf.  Ein schwer einzuordnender  SF Autor. Geschichten verknüpft mit wissenschaftlicher Technik und Ideologien sind sein Gebiet. Man nennt ihn auch Populärwissenschaftler. Als man noch nichts vom PC wusste hat er sich der (Robotik) angenommen. Da hat er sich wohl der Hard SF angenähert. Im Roman Lunatik lässt er sein Wissen als Chemiker spielen. Ein Stoff aus einer andern Welt könnte die Lösung für Energieenpässe sein. In der Foundation Trilogie löst er als Wissenschaftler staatspolitische Gesellschaftsfragen anhand einer mathematischen Formel. Den drei Werken gemeinsam, Asimov löst mit einem Mix aus Wissenschaft, Mathematik und idealistischer Theorie die Probleme von Regierungen.

In der Foundation Trilogie löst Asimov rein ideell die Probleme eines Imperiums. Faden um Faden wickelt er den Plot von der Spule. Spielt über endlose Gespräche die staatspolitischen Ansichten der Verantwortlichen gegeneinander aus. Der Leser wähnt sich in einem staatsmännischen Sitzungszimmer. Die Stunden sind vergangen und immer noch geht es darum eine Einigung für eine Krise zu finden.  Um am Schluss des Gesprächs den Berechnungen Seldons recht zu geben. Asimov präsentiert dem Leser keine atemberaubende Weltraumschlacht. Die Stars auf dem Plattenteller des Science Fiction Seller spielen populärwissenschaftliche Melodien um die Kultur eines Imperiums zu retten. Wissen ist Macht. Als der Nachbarplanet gelüste zeigt Terminus anzugreifen, weiss die Stiftung geschickt ihr Wissen um Atomkraft als Waffe zur Verteidigung einzusetzen. Die erste Seldon Krise findet so eine friedliche Lösung. Asimov zieht den Faden der gewaltlosen Konfliktlösung konsequent weiter. Es ist eine David Goliath Situation. Mächtige müssen vor einer vermeintlich kleineren Kraft weichen. Wissen, eingesetzt zur rechten Zeit. Asimov pflegte ein gedankenreiches Hobby. Sein Spieltisch waren interstellare Welten. Die Figuren die Regenten und ihre Absichten. Platonische Space Opera. Bestseller auf dem Soft SF Teller!

psychodoc

 

 

m.peakes der junge titus, gormenghast bd 1 im interpretationsmodus

Posted in buchinterpretationen on April 30th, 2018

Mervyn Peake/ Peake auf Wiki/ Gormenghast Bd 1 der junge Titus/ c 1982 Hobbit Presse, Klett-Cotta, Neuauflage der durchgesehen Ausgabe 2010/ c 1946 by Mervyn Peake/ aus dem Englischen von Annette Charpentier/ Folgebände Bd 2-4/ keine Anhänge/ hardfax S.616

 

 

Kollateraler Inhouse Schaden

Mervyn Peake wäre heute 107 Jahre alt. Würde er noch leben könnte er sich einst in die Liste von Menschen mit biblischem Alter einreihen. Was er aber an Alter nicht erreichte, hat Mervyn Peake durch das Schreiben erlangt. Er wurde, Zitat Wikipedia, „bei  einem kleinen Publikum zum Kultautor“. Erreicht hat er dies durch eine im Deutschen Vertrieb vierteilige Romanreihe. Eine Romanreihe, die ein altehrwürdiges aber auch geheimnisvolles Schloss als Mittelpunkt hat. Ein Schloss, dessen Name allein den Leser zum Bibern bringt: Gormenghast! Für dies Werk erhielt er 1951 den Heinemann Preis für Literatur.

 

Der erste Band von Peake`s Gormenghast  hat den einfachen Namen, „der junge Titus“. Die Geschichte startet, indem der Diener des 76. Grafen die Geburt des Erben verkündet. Somit ist die Erbfolge für das ehrwürdige Geschlecht der Groans gesichert und Gräfin und Graf können aufatmen. Aber aufgepasst, ihr wuchtigen Mauern, weiten Gänge und düsteren Hallen. Denn die an sich frohe Botschaft wird in der Herrscherfamilie und der Dienerschaft, wie sollte es anderst sein, verschieden aufgenommen. Nicht das Titus, der kleine Thronfolger, in Gefahr wäre. Er wächst sicher in den Armen seiner alten Nannie und der Amme, die ihn nährt, heran.

Beinahe ungesehen und unbemerkt zieht jedoch eine düstere Front von Taten und Absichten heran. Die Schlossgemeinschaft, deren Sein von alteingesessenen Ritualen bestimmt wird, deren Tagesablauf von verstaubten Hierarchien geprägt ist, ist reif für eine Veränderung. Zu lang haben Graf und Gräfin nicht aktiv regiert. Hat der Graf sich in Melancholie verloren, hat die Gräfin nur ihren Katzen und Vögeln gehuldigt, hat die Dienerschaft für die Befolgung der Rituale gearbeitet. So kommt es wie es in solch verrotteten, nur durch traditionelle Handlungen bestimmten Leben immer kommen muss. Titus fällt bei der Zeremonie der Taufe aus dem Gesetzbuch, in das man ihn der Regel entsprechend legen musste. Die Finger von Sourdust, dem Archivar, sind eingerostet, lassen den Erben entgleiten. Im Fallen greift sich Titus eine Seite, die er erfolgreich aus dem Buch entfernt. Es wird dies die erste blasphemische Handlung seiner kleinen Lordschaft.

Derweil braut sich der Sturm über Gormenghast zusammen. Steerpike, der ehemalige Küchenjunge rückt zum Diener des Hofarztes auf und zettelt eine Verschwörung an. Feindschaft entsteht zwischen dem ersten Diener des Grafen und dem Küchenchef. Der Archivar stirbt bei einem Brand in der Bibliothek des Grafen. Der Graf kann seine Melancholie nicht stoppen und verfällt dem Wahnsinn. Das Schloss, die Hallen, die Gänge, Innenhöfe und Türme strotzen dabei vor unvergänglicher Düsternis. Es verschlingt die Schritte seiner Bewohner und bleibt bestehen. Es verschlingt aber auch das Gedeihen von Titus, dem werdenden 77. Grafen Groan.

In den ersten hundert Seiten wird genannt, er sei hässlich und habe violette Augen. Dann wird er immer wieder mal zu einer rituellen Handlung gezerrt. Um am Schluss des ersten Bandes tritt dann Titus wieder in Erscheinung. Weil Graf Groan der 76. verschwunden ist, wird Titus noch vor seinem zweiten Geburtstag inthronisiert. Das Ritual findet bei strömenden Regen draussen vor dem Schloss auf dem See statt. Und wieder hat der kleine Thronerbe etwas dagegen, dass man ihn in ein Schema pressen will. Während der frisch eingesetzte Archivar die rituellen Worte spricht, wirft Titus kurzerhand die „sakrosanten Symbole“, die man ihm in die Hand gedrückt hat, in den See. Das sind in Etwa die einzigen Handlungen des jungen Titus.

 

Der erste Band endet und man hat nicht den Eindruck, dass durch die Eröffnung der Geschichte eine geballte Handlung dahergekommen wäre. Der Plot gleicht eher den Beziehungspossen einer Sitcom. Satz um Satz, Absatz auf Absatz und Seite um Seite führt uns Peak in das ziemlich aktionslose Geschehen auf Gormenghast ein. Hauptakteur dabei ist nicht eine abenteuerliche Handlung, wie sonst in der Fantasy üblich. Nicht durch Titus, und auch nicht durch die Schlossbewohner. Hauptakteur ist das Schloss, seine Hallen, die damit verwobenen Rituale, und der Status den dieses Leben den Menschen abfordert. Daran ändert auch eine waghalsige Flucht über die Dächerwelt Gormenghasts nichts. Oder dass sich Fuchsia, die Grafentochter im angrenzenden Wald mal den Fuss vertritt. Oder wenn Steerpike seine rücksichtslosen Pläne umsetzt. Die Beschreibung der Gegend, der Wald, der See, der Berg, die Öde und das Schloss. Alles beugt sich der Hauptfigur. Dem mit Düsternis belegten Geschehen innerhalb der Mauern Gormenghasts.

Die Schreibkünste des Autors gleichen lyrischen Abschweifungen, denen manchmal schwer zu folgen ist. Sie lassen eine aktionsreichere Handlung in intellektuellem Nebel verschwinden. Man kann die Hallen, Plätze und Höfe als die sieben Königslande Gormenghasts bezeichnen. Während aber in Game Of Thrones ganze Kontinente als Handlungsplatz dienen, ist es in „der junge Titus“ ein Schloss. Zugegeben ein gewaltiges Schloss. Und man lasse sich nun durch die Kritik an der Handlung nicht irritieren. Es ist durchaus eine nicht zu unterschätzende literarische Leistung. Zwei Jahren Erdenleben des Thronerben 616 Seiten abzuwringen. Es sind aber nicht halsbrecherische Taten, die den Leser atemlos über die Zeilen treiben. Es sind die Geschichten, die Peake neben einer verwahrlosten Regierung aufbaut. Der düstere Gehalt der Schicksale auf Gormenghast. Das Dasein für Rituale, das alle Beteiligten in ein zwanghaftes Tun quetscht und aus ihnen Retro-Zombies macht.

Nun, wie es im Song der einstigen englischen Soulsängerin und Stilikone Dusty Springfield heisst: „Der einzige der mich berühren konnte, war der Sohn eines Pfarrers“. Peak war  Missionarssohn. Sein Vater war als Doktor für die Congregationalisten in China tätig. Das mag erklären, wie Peak geprägt war. Schwarz-weiss, gut-böse, recht-unrecht, Licht und Düsternis. Straffe Erziehung liess ihn vorankommen. Der Vater war meist nicht zu Hause, hatte zu arbeiten, den Dienst auszufüllen. Da war das Kindermädchen, vielleicht seine Mutter. Dies hat ihn  sicher sensibel für soziale Ungerechtigkeit gemacht. Und gab ihm den Drang auszubrechen, frei von Bindungen zu sein. So ist sein Werk zu verstehen. Als Abrechnung mit einem alten System. Eine Abrechnung mit der Unterwerfung seiner Kindheit unter den Dienst des Vaters. Mittendrin etwas Neues, Frisches, Unverbrauchtes- das Leben des jungen Titus. Eine Idee, ein Neuanfang, etwas Ungebundenes. Die Loslösung von alten Ritualen. Wenn es sein muss durch Gewalt. Die Bankrotterklärung eines Systems. Ein Schuss Anarchie an das Bein verkrusteter Traditionen. Versetzt in eine geheimnisvolle Welt dunkler Gänge, Hallen und Höfe eines geheimnisvollen Schlosses.

Die Empfehlung lautet darum, um es mit Tad Williams zu sagen, pass auf wenn du die Welt betrittst. Sie wird dich verändern. Aber nicht durch die gefahrenvolle, mühsame Reise. Sondern durch den wortreich in Szene gesetzten Sturm auf hergebrachte Zeremonien, Rituale und Traditionen. Ein Lesevergnügen der intellektuellen Art. Nicht für zwischendurch, aber zwischendurch auch wieder mal passend.

 

jh